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  Geschichte der Porzellanherstellung im Gräfenthaler Raum

Geschichte der Porzellanherstellung im Gräfenthaler Raum

Die Siedlung Gräfenthal in Thüringen wurde urkundlich erstmals 1337 erwähnt und erhielt im Jahre 1412 das Stadtrecht.

Die erste Porzellanfabrik wurde 1846 in Gräfenthal am Schloßberg errichtet, konnte aber nur wenige Jahre bestehen.

Erst die Gründung einer Porzellanfabrik im Jahre 1861, vorgenommen von dem Kaufmann Carl Schneider, dem Modelleur Karl Unger und dem Unternehmer Hermann Hutschenreuther war erfolgreich.

Nach dem Ausscheiden von Karl Unger und Hermann Hutschenreuther und nach dem Tod Carl Schneiders wurde die Firma von Paul Schneider weitergeführt und firmierte als "Carl Schneiders" Erben.

Die Verkehrslage Gräfenthals an der Fuhrmannsstraße Nürnberg-Leipzig und der Bau der Eisenbahn von Probstzella nach Bock-Wallendorf im Jahre 1898 begünstigten die Porzellanfabriken in Taubenbach (Firma Carl Moritz), Gräfenthal, Lippelsdorf und Wallendorf.

So wurden im Gräfenthaler Raum noch weitere Porzellanfabriken gegründet:

1877 eröffnete in Lippelsdorf die Firma "Kuch und Co.", die später als "Wagner & Apel" firmierte.
1891 die Firma "Weiß, Kühnert & Co. KG"
1897 die Firma "A. H. Pröschold"
1897 die Firma "Theodor Wagner & Co." (später "Heinz & Co.")
1906 entstand in Gräfenthal mit der Firma "Carl Scheidig" die letzte Neugründung in Gräfenthal
1925 Erwerb der Porzellanfabrik in Reichmannsdorf durch Carl Scheidig (jetzt Porzellanmuseum der Gräfenthaler Manufaktur)